Pressemitteilung

Pluta stellt Sanierungskonzept für Märklin vor

Entlassungen von 397 Mitarbeitern geplant/ Standorte Göppingen und Györ bleiben erhalten

Göppingen, 17. März 2009:
Der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Pluta hat auf der heutigen Betriebsversammlung in Göppingen das Sanierungskonzept für die Firmengruppe Märklin vorgestellt. Danach sollen von den 1.417 Mitarbeitern, die Märklin derzeit an den Standorten in Göppingen, Nürnberg und Györ beschäftigt, 397 Mitarbeiter entlassen werden. Davon sind in Göppingen 166 Mitarbeiter von 651 Mitarbeitern betroffen. In der Außenstelle Nürnberg sind bisher 58 Mitarbeiter beschäftigt. Davon können 7 in Göppingen dauerhaft weiter beschäftigt werden. Weiteren 10 Mitarbeitern wird in Göppingen ein befristeter Arbeitsvertrag angeboten. Im ungarischen Györ ist geplant, die Belegschaft um 180 Mitarbeiter auf 520 Mitarbeiter zu reduzieren. In Györ handelt es sich im Wesentlichen um Leiharbeiter und Beschäftigte mit befristeten Verträgen. Den von der Entlassung betroffenen Mitarbeitern an den deutschen Standorten wird die Insolvenzverwaltung anbieten, in eine Transfergesellschaft zu wechseln. Die Gesellschaft bietet den Betroffenen an, für mindestens ein halbes Jahr Weiterbildungsmaßnahmen in Anspruch zu nehmen. Sie erhalten in dieser Zeit 80 Prozent des Netto-Gehaltes.

Zudem wird auch die Produktpalette um unrentable Positionen bereinigt. Alle Marken (Märklin, Trix und LGB) bleiben erhalten.

“Mit diesen Maßnahmen wollen wir bei einem Umsatz von 121 Millionen Euro den Verlust von 21 Millionen Euro im Jahr 2008 auf annähernd Null Euro im Jahr 2009 reduzieren. Unter der Voraussetzung, dass alle Maßnahmen aus dem Sanierungskonzept durchgesetzt werden und dass sich die Wirtschaftsbedingungen nicht noch weiter verschlechtern, planen wir, im Jahr 2010 einen Gewinn von 2,5 Millionen Euro zu erzielen“, erklärt Michael Pluta.